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Die dunkle Seite des Mondes

  • 1. Feb.
  • 5 Min. Lesezeit

Mystisch, magisch, atemberaubend, wunderschön. Unser Mond ist eines der mysteriösesten Naturwunder. Ein natürlicher Satellit, der unsere Erde stabilisiert und rotieren lässt. Eine Gesteinswüste, die ca. 400.000 km von uns entfernt ist. Er selbst hat keine eigene Atmosphäre, die ihn schützt, weshalb dort Temperaturen zwischen +125°C bis -225 °C vorherrschen. Es ist zu extrem, damit dort Leben überhaupt entstehen kann. Der Mond ist, wie die Sonne, aber ein unentbehrlicher Lebenspartner unserer Mutter Erde, damit sich Flora & Fauna hier ausbilden konnten. Deshalb wird sich heute auch alles rund um unseren treuen Begleiter drehen. Also lieber Mond, jetzt zeig uns mal, was du drauf hast.



Sonne, Erde & Mond sind im ständigen Zusammenspiel, weshalb wir Tag & Nacht, Klimazonen und Jahreszeiten haben. Wie das genau zusammenhängt, schauen wir uns natürlich gleich mal genauer an. Dazu machen wir einen kleinen Ausflug in unsere Galaxy. Bei der Recherche habe ich einige interessante Fakten gefunden, die ich euch hier vorstellen möchte. Also ab ins Raumschiff, wir düsen Richtung Sternenhimmel und schauen uns das von oben an.


Fakt 1: Die Erde dreht sich, dank des Mondes, um sich selbst

Eine vollständige Rotation dauert einen Kalendertag


Fakt 2: Der Mond rotiert um sich selbst und umkreist die Erde

Eine ganze Rotation/ Umrundung dauert einen Kalendermonat


Fakt 3: Die Erde mit dem Mond umkreisen die Sonne

Eine komplette Umrundung dauert ein Kalenderjahr


Wusstet ihr das? Ich nur zum Teil. Das war aber noch nicht alles zur Kategorie "Wissenswertes". Der Mond selbst leuchtet übrigens nicht. Er wird von der Sonne angestrahlt. Wir sehen deshalb nur die Reflektion des Sonnenlichtes, die der Mond auf unsere Erde zurückwirft. Wir betrachten auch immer die gleiche Seite unseres Mondes, da seine eigene Rotation um sich selbst und seine Umlaufzeit um die Erde perfekt synchronisiert sind. Faszinierend.



Während der Mond gemütlich die Erde umkreist, durchlaufen wir in dieser Zeit 8 Mondphasen. Wir nutzen hier die vereinfachtere Variante mit 4 Mondphasen. Jede dieser Mondphasen dauert ca. eine Kalenderwoche, sodass nach einer vollständigen Umrundung des Mondes um die Erde, der angesprochene Kalendermonat vergangen ist. Wir erleben sozusagen innerhalb von 4 Wochen immer einen ganzen Zyklus der 4 Mondphasen von Beginn bis Ende.


In der ersten Phase "Neumond" ist der Mond für uns unsichtbar, da er sich in der Mitte zwischen Erde und Sonne befindet. Seine uns zugewandte Seite liegt dadurch im Schatten und nur die von uns abgewandte Seite wird angestrahlt. Danach kommt der Mond aber langsam zum Vorschein und eine Sichel ist zu erkennen. Da startet die zweiten Phase "Zunehmender Mond", wo wir täglich immer mehr von seiner Schönheit zu sehen bekommen. Die schattige Seite wird immer mehr von der sonnigen Seite verdrängt. In der dritten Phase "Vollmond" ist der Mond für uns in voller Pracht sichtbar, da sich die Erde jetzt in der Mitte zwischen ihm und der Sonne befindet. Seine ganze uns zugewandte Seite wird angestrahlt. Die von uns abgewendete Seite liegt jetzt komplett im Schatten. In der letzten vierten Phase "Abnehmender Mond" wandert der Mond nochmal weiter. Wir sehen täglich immer weniger von ihm, da die schattige Seite die sonnige Seite langsam immer mehr bei Seite schiebt. So lange bis er sich wieder ganz heimlich vor uns versteckt und der Kreislauf von neuem beginnt.


Die Einleitung über den Mond und seine Phasen, die ihr gerade so aufmerksam mitgelesen habt, sollte darauf hinführen, uns mit ihm vertraut zu machen. Denn er ist, wie ihr jetzt wisst, viel elementarer als wir alle gedacht haben. Er ist wie Mama & Papa. Immer da und für unser Leben essentiell und unverzichtbar. Und nicht nur das. Seine Mondphasen sind auch Symbol für den Verlauf des Leben.


Denn jeder von uns hat doch den Wunsch, dass die Zeichen für das eigene Leben ausschließlich auf Vollmond - der hellen Seite des Mondes - stehen. Es soll von der Sonne ganz hell und warm angestrahlt werden. Wir möchten Liebe, Freude, Wärme und innere Erfüllung spüren. Das definieren wir mit Glück. Was wir dagegen oftmals versuchen zu vermeiden und wegzudrücken sind die Zeichen des Neumondes - die dunkle Seite des Mondes. Wir wollen keine Trauer, Angst, Kälte und innere Leere verspüren. Das definieren wir mit Unglück. Eins nehme ich vorweg. Das ist ein Fehlschluss und eine Fehinterpretation unsererseits.


Zunächst einmal seid euch bitte bewusst, dass der Mond immer und jederzeit von der Sonne angestrahlt und gewärmt wird. Nur sehen wir diese Seite nicht immer. Die sonnige Seite des Mondes ist genauso immer da, wie die schattige Seite des Mondes. Meistens sehen wir in den Phasen zwischen Neumond zu Vollmond sogar immer beide Seiten. Der Mond zeigt uns täglich ein anderes Gesicht. Mal sonniger, mal schattiger. Die Verhältnisse sind immer anderes gewichtet, aber im Laufe der Zeit stets ausgeglichen. Und das hat seinen Grund.


Wir müssen versehen, dass beide Seiten zum Leben zwingend dazu gehören. Vollmond & Neumond, Helligkeit & Dunkelheit, Freude & Trauer, Wahrheit & Lüge. Und das müssen sie auch. Denn Gegensätze geben Dingen ihre Bedeutung. Stellt euch vor Gegensätze existieren einfach nicht. Es gäbe keine Kontraste und alles wäre gleich. Alles wäre leer und nichts wäre bedeutsam. Wir könnten keine Unterschiede erkennen. Wir würden nichts wahrnehmen. Nichts fühlen. Nur Neutralität. Das wäre schrecklich. Aber glücklicherweise gibt es diese Gegensätze & Kontraste, die uns so viele Gefühle im Leben schenken und Dingen ihre einzigartige Bedeutung zumessen. Dafür sollten wir dankbar sein.



Philosophen beschreiben das Leben als ein Wechselspiel aus Ordnung (Vollmond) und Chaos (Neumond). In einer anderen Kultur werden diese auch als Yin & Yang bezeichnet. Mit anderen Worten: Zwei entgegengesetzte, aber sich ergänzende Kräfte des Universums. Das klingt jetzt erst Mal sehr spirituell, ist aber Realität.


Ordnung ist das Fundament im Leben und bedeutet...

  • Struktur, Stabilität, Klarheit, Fokus, Kontrolle, ...

  • und gibt uns Regeln & Routinen


Chaos ist der Wandel im Leben und bedeutet...

  • Flexibilität, Veränderung, Kreativität, Innovation, Inspiration, ...

  • und gibt uns Raum für Neues & Entwicklung


Es muss beides geben. Das eine, kann nicht ohne das andere. Ein exklusives Dasein nur eines dieser Kräfte, würde folgendes heißen. Bei ausschließlich Ordnung wäre alles immer gleich. Bei ausschließlich Chaos wäre alles immer anders. Mit nur eines dieser Kräfte, würde die Welt also gar nicht funktionieren. Wir brauchen beides, bestenfalls in einem ausgewogenem Verhältnis. Sie bilden immer ein dynamisches Gleichgewicht. Jedes davon ist auf seine Weise wertvoll für uns. Wenn wir die Wahl haben, dann sollten wir nicht immer nur auf Komfort, sondern auch auf Diskomfort setzen. Und sollte mal das Schicksal für uns wählen, dann dürfen wir damit nicht hadern, denn es wählt immer, was Sinn macht.


Die dunkle Seite des Mondes, mag auf den ersten Blick unangenehm und unerfreulich erscheinen. Auf den zweiten Blick aber genau das, was in unserem Leben sein soll und sein muss. Chaos leitet Wachstum ein. Das nachfolgende Zitat umrahmt diese Botschaft auf eine sehr schöne und philosophische Weise.




Englisch:

"When you are in a really dark place, you think you have been buried but actually you have been planted."


Deutsch:

"Wenn man sich an einem wirklich dunklen Ort befindet, glaubt man begraben worden zu sein, aber in Wirklichkeit wurde man eingepflanzt."


Letztlich besteht die Zeit in unserem Leben aus verschiedenen und immer wiederkehrenden Mondphasen. Das ist auch genau das, was uns der bekannte Zeichentrickfilm "Der König der Löwen" in ähnlicher Form lehrt. Es ist...


- "Der ewige Kreis" | "The cirle of life" -


Zeiten der Ordnung und Zeiten des Chaos haben also beide ihren relevanten Stellenwert. Die dunkle Seite des Mondes ist genauso schön, wie die helle Seite des Mondes. Vielleicht sogar noch bedeutungsvoller. Denn die von uns abgewandte Seite des Mondes wird da bereits schon von der Sonne angefunkelt. Wir sehen es nur noch nicht. Diese Zeit schafft demnach die Basis, dass die uns zugewandte Seite vom Mond bald besonders intensiv in unser Leben strahlen wird.

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